
Zwischen Erde und Licht darf sich dein Nervensystem wieder sicher fühlen.
Wenn dein Nervensystem nicht mehr zur Ruhe kommt
Und welche Rolle der Vagusnerv dabei spielt
In letzter Zeit hört man überall vom Vagusnerv. Fast wie ein neues Modewort.
Doch für viele ist er kein Trend, sondern die fehlende Erklärung für das Gefühl, nie wirklich entspannen zu können.
Vielleicht kennst du das.
Du bist müde, aber innerlich wach.
Du möchtest loslassen, doch dein Körper bleibt angespannt.
Du funktionierst, obwohl du dich längst erschöpft fühlst.
Das ist kein persönliches Versagen.
Das ist ein Nervensystem im Dauer-Alarm.
Unser inneres Sicherheitssystem
Unser autonomes Nervensystem bewegt sich ständig zwischen Aktivität und Ruhe.
Der Sympathikus macht uns wach, leistungsfähig und schützt uns im Notfall.
Der Parasympathikus hingegen schenkt uns Regeneration, Verdauung, Entspannung – und vor allem Sicherheit.
Der Vagusnerv ist ein zentraler Bestandteil dieses beruhigenden Systems.
Er zieht vom Gehirn über Hals, Herz und Lunge bis in den Bauchraum und verbindet dabei Denken, Fühlen und Körperreaktionen auf feine Weise.
Wenn der Vagus aktiv ist, beruhigt sich der Herzschlag.
Der Atem wird tiefer.
Der Brustraum wird weiter.
Die Stimme wird weicher.
Der Körper versteht: Ich bin sicher.
Warum so viele Menschen dauerhaft angespannt sind
Viele von uns haben gelernt, stark zu sein, durchzuhalten, zu funktionieren und sich anzupassen.
Was uns damals geholfen hat, hinterlässt Spuren im Nervensystem.
Wenn Stress oder emotionale Überforderung über längere Zeit wirken, bleibt der Körper in Alarmbereitschaft.
Der Sympathikus übernimmt – und der Vagus zieht sich zurück.
So entsteht ein Zustand, in dem wir zwar weiterleben, aber innerlich nicht mehr wirklich zur Ruhe kommen.
Wie sich eine Vagus-Anspannung anfühlen kann
Ein überreiztes Nervensystem zeigt sich nicht immer laut. Manchmal ist es ein diffuses Gefühl, das man kaum einordnen kann.
Es kann sich anfühlen wie eine Enge im Brustraum, als würde das Atmen schwerer fallen.
Der Atem bleibt oben hängen und wird flach.
Manche spüren ein Druckgefühl im Hals oder bemerken, dass ihr Herz plötzlich schneller oder unruhiger schlägt.
Andere fühlen sich innerlich nervös, zittrig oder dauerhaft „auf Empfang“.
Und manchmal ist da einfach nur dieses leise Empfinden:
Ich bin nicht ganz bei mir.
Solche Empfindungen bedeuten nicht automatisch Gefahr.
Oft sind sie ein Zeichen dafür, dass dein Nervensystem nach Regulation ruft – nicht nach Panik.
Meine eigene Erfahrung
Ich kenne dieses Gefühl selbst.
Dieses Engegefühl über dem Herzen.
Als würde der Brustraum nicht mehr richtig weit werden.
Die Atmung wurde schwer, fast so, als bekäme ich nicht genug Luft.
Manchmal veränderte sich sogar mein Herzrhythmus. Unruhig. Stolpernd. Beängstigend.
Und natürlich kamen Gedanken wie:
Was stimmt jetzt nicht mit mir?
Ist etwas mit meinem Herzen?
Energetisch liegt dieser Bereich im Herzraum – dort, wo wir besonders sensibel sind.
Doch auch körperlich verläuft hier ein wichtiger Teil des Vagusnervs.
Als ich begann, ruhig meine Hand auf diesen Bereich zu legen – nicht kontrollierend, nicht panisch, sondern haltend – veränderte sich etwas.
Der Atem wurde tiefer.
Der Druck ließ nach.
Die innere Alarmbereitschaft sank.
Ich habe gelernt:
Nicht jede Enge ist Gefahr.
Manchmal ist es ein Nervensystem, das nach Sicherheit ruft.
Eine kleine Einladung zur Selbstregulation
Du kannst beide Hände sanft auf deinen Herzraum legen.
Nicht um etwas zu kontrollieren – sondern um dich selbst zu halten.
Stell dir vor, durch deine Hände fließt Ruhe in diesen Bereich.
Wärme. Harmonie. Sicherheit.
Atme langsam ein und lade goldenes Licht ein, deinen Brustraum zu füllen.
Mit jeder Ausatmung darf die Enge weicher werden.
Erlaube deinem Herzen, sich wieder in seinem eigenen Rhythmus zu erinnern.
Manchmal braucht dein Nervensystem keine Erklärung.
Sondern ein Gefühl von Sicherheit.
Vielleicht ist dein Körper nicht gegen dich.
Vielleicht ruft er nur nach Sicherheit.
Und manchmal beginnt Heilung nicht mit Tun –
sondern mit einem stillen Moment,
in dem du dir selbst wieder begegnest.
Ich halte dir dafür gern den Raum.
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